Sonntag, 17. Juni 2012

Abschied

Schweiß auf Deiner Stirn,
Angst in uns`ren Augen,
der Wirklichkeit noch fern,
will es noch nicht glauben.

Dein Körper schwach,
hat lang gekämpft,
dein Geist noch wach,
wenn auch gedämpft.

Freud` und Leid` hast Du erlebt,
der Liebe ganz zu schweigen,
eine Frau die zu dir steht,
auch im größten Leiden.

Reich angefüllt ist deine Seel`,
viel Leben sog sie auf,
Natürlich ging auch manches fehl,
so ist nun mal der Lauf.

Bleib` ich oder geh ich nun?
Die Frage stellt sich dann.
Der Körper möchte langsam ruh`n,
ob das auch die Seele kann?

So lang` warst Du auf dieser Erd`,
da fällt der Abschied schwer.
Doch die Seel` nur heimwärts kehrt,
zufrieden und reich, um so viel mehr.

Kalt ist Deine Stirn,
feucht sind uns`re Augen,
der Wirklichkeit so fern,
werd` es nie ganz glauben.

Zaghaft warme Herzensnähe

Zaghaft wärmt sich das Meine,
ungläubig, beängstigt.
Den zarten Saum genießend.
beruhigt, doch sehnsüchtig.

Vorsicht.

Die wunderschöne Farbe des Deinen,
blass schimmernd.
Sorgsam, dicht,
fest eingehüllt.

Neugierde.

Zaghaft färbt die Wärme das Meine,
hoffend das Deine zu erreichen.
Erreichen durch die harte Hülle.

Sehnsucht.

Je wärmer, je farbiger das Meine,
desto stärker schimmernd das Deine.
Wärme, Farbe, Bewegung.
Langsam in meine Richtung.

Hoffnung.

Zaghaft der Gefahr getrotzt,
Sehnsucht gestillt.
Das Deine, so wunderschön,
so nah an meinem.

Liebe.

So leicht, so frei, so warm.
Zaghaft in unsere Richtung.

Glück.

Lenken, lieben, leben

Ihr Lächeln lässt mich lächeln ohne dass ich es steuern könnte.

Veränderungen lassen sich nicht aufhalten,
Veränderungen sollten auch nicht aufgehalten werden.
Doch man muss sich mit den Veränderungen verändern.
Sich mit den Veränderungen zu verändern ist nicht so einfach wie es scheint.
Man muss sich neuen Situationen anpassen, alte Muster aufgeben,
Neues als Chance und leben und nicht als Angst machend begreifen.
Begreifen, dass einige Dinge nicht zu ändern sind,
ändern, was man zu ändern im Stande ist.
Wir wissen im Allgemeinen ungefähr, wer wir gerade sind,
doch um wir selbst zu bleiben, müssen wir unsere Ziele bestimmen.
Bestimmen, in welche Richtung wir unvermeidbare Veränderungen lenken,
zu lenken, bevor wir gelenkt werden.
Wir sollten herausfinden wer uns lenkt oder auch linkt,
um uns nicht an etwas anzupassen, was uns nicht entspricht.
Unser Denken ist immer von Menschen gelenkt,
doch lenken nur die Menschen unser Denken, von denen wir uns lenken lassen.
Wir lassen uns lenken, weil wir Menschen vertrauen,
weil uns Ansichten plausibel erscheinen,
wir unsere Wertmuster erweitern können.
Doch vor allem, weil wir sie lieben.
Lieben wir Menschen, vertrauen wir ihnen,
Lieben wir Menschen, erscheint uns ihr Denken als wichtig und richtig.
Lieben wir Menschen, geben wir ihnen ein Stück von uns.
Ein Stück geben heißt ein Stück abgeben,
sich selbst ein Stück abgeben.
Sich selbst ein Stück abgeben, ab und an, bedeutet Ruhe,
Entspanntheit, Gelassenheit, Sicherheit.
Sicherheit, dieses Gefühl ist existenziell für uns,
es schafft existenzielle Illusionen.
Die Illusion der beseitigten Einsamkeit,
des gemeinsamen Lebens.
Leben findet gemeinsam statt, sollte gemeinsam stattfinden,
doch ist Gemeinsamkeit niemals eindeutig, niemals endgültig.
Um die Endgültigkeit zu relativieren, zu humorisieren,
benötigen wir Gemeinsamkeit,
benötigen wir Sicherheit.
Benötigen wir Sicherheit, dass wir geliebt werden.
Müssen selbst lieben können, um geliebt zu werden.
Dürfen uns unsere Wahrheit schaffen,
unsere ganz persönliche Wahrheit der Realität.

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