Vertrauter Atem an meinem Mund
auf Deiner Haut die schmeckende
Wärme in meinem Herzen lauter
Geruch Deiner Stärke, Deine
Liebe so sanft in meinem Arm
Millionen Streifen von Dir
auf, unter, an, in mir.
Von mir in Dir.
Von uns in uns.
Für uns.
caro959 - 16. Mai, 23:27
Vogel tot
Hungersnot
beenden.
Mit Waffen spielen
auf Menschen zielen
für kalten Sieg.
Faust erheben
Migranten erbeben
in blanker Angst.
Messer zücken
in den Rücken
mit trauriger Wut.
Hassende Worte
prallen auf die Pforte
des sanften Gemüts.
Strick aufhängen
in den Fängen
von Zerstörung und Scham.
Hände reichen
setzt ein Zeichen
für Liebe und Widerstand.
caro959 - 16. Mai, 23:24
Fad der einst vertraute Geschmack,
von vertraulicher Gewohnheit erfüllt.
Der leuchtende Regenbogen,
grau und farblos.
Ein milder Geschmack nach Nichts,
nach Nichts und doch nach Allem.
Ein zerkautes Kaugummi,
bekannte Konsistenz, verbrauchter Genuss.
Der fade Geschmack nach Allem.
Der süsse Geschmack nach Nichts.
Aufwühlend, durchschüttelnd, anrührend, ernüchternd,
Erblindend. Erblindet durch zu grelles Licht.
Vulkane, Regenbögen, leuchtende Glut,
gleissendes, wärmendes, erhitzendes Licht.
Ein dumpfer Schlag.
Füße auf den Boden gedrückt.
Wüste, Regen, mattes Scheinen,
dämmerndes, leichtes, erbärmliches Flackern.
So brutal gleichgültig,
an der verglühenden Glut nicht interessiert.
Mich dürstet`s nach Nichts.
Nach Nichts und doch nach Allem.
caro959 - 16. Mai, 23:22