Dienstag, 21. Juli 2009

Die eine Hand

Ich gehe über eine Blumenwiese,
mein Auge erblickt Schönheit und Wärme.
Das weiche Gras umgibt meine Zehen,
Wohligkeit strömt durch meine Seele.

Viele Hände strecken sich mir entgegen,
einzig eine greift nicht nach mir,
doch sie ist da,
da in greifbarer Nähe.

Ich spüre die Dornen der Rosen,
der Rosen, die sich in der Blumenwiese versteckten.
Die Dornen stechen,
meine Finger bluten.

Weniger Hände strecken sich mir entgegen,
einige haben sich abgewandt.
Einzig eine berührt mich,
legt sich beruhigend auf meine Schulter.

Ich komme an einen Fluss,
über den Fluss führt eine Brücke.
Die Brücke ist brüchig und alt.
Ich habe Angst einzubrechen.

Wenige Hände strecken sich mir entgegen,
die meisten haben sich abgewandt.
Einzig eine ergreift die meine,
ergreift die meine und geht mit mir.

Ich überquere die Brücke,
der Weg ist schwer und ich stürze oft,
doch ich schaffe es ans andere Ufer.

Ich bin schwach, komm auf Knien nur noch vorwärts,
ich bin verletzt, ich blute, ich habe keine Kraft.
Keine Kraft aufzustehen.

Keine Hände strecken sich mir entgegen,
alle haben sich abgewandt.
Einzig eine ist noch da,
sie packt mich am Kragen und richtet mich auf.

Die eine Hand, die mich immer begleitet.
Immer begleitet, egal wohin ich geh.

gewidmet: Denise

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