Dienstag, 26. Januar 2010

Ein Tag im Winter

Eine dünne Eisschicht bedeckt den See,
haarfeine Risse zeichnen sich auf der Oberfläche ab.
Das Eis wirkt stabil,
doch der kleine Stein versinkt im Wasser.

Er bemerkt das Glänzen der Sonne nicht,
das Glänzen, das sich auf dem See spiegelt.
Er sitzt regungslos auf der alten Bank,
der alten Bank aus grobem Eichenholz.

Feine Schneeflocken fallen auf sein Haupt,
sein Haupt, das seinen Schutz verlor.
Blank und kahl sucht es den Flocken zu trotzen.

In seinen faltigen Händen hält er ein Foto,
zitternd bewegt es sich auf und ab.
Ein warmer Tropfen fällt herab,
er lässt ihr Gesicht für einen kurzen Moment verschwimmen.

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