Dienstag, 21. Juli 2009

Gewalt

Sie schlug mich. Sie schlug mich so hart wie mich noch nie zuvor jemand geschlagen hatte.
Die Verletzungen waren schwer, sehr schwer, unermesslich schwer.
Die schwersten, die ich je erlitten habe.
Sie würden nicht heilen, nie mehr heilen, nie mehr.
Ich konnte nicht kämpfen, ich war zu schwach.
Zu hart hatte sie zugeschlagen, zu erbarmungslos.
Ich erlag meinen Verletzungen.
Ich war tot.
Doch ich erstand wieder auf.
Die tiefen, schmerzhaften Wunden begannen zu heilen, langsam, ganz langsam zu heilen.
Es entstanden Narben, hässliche Narben, ich war entstellt.
Ich hasste sie, ich hasste sie abgrundtief.
Doch mit der Zeit verblassten die Narben, mit der Zeit verblassten sie immer mehr.
Heute sind sie kaum noch zu sehen. Heute, ja heute bin ich wieder schön.
Geheilt. Geheilt von den grausamsten Verletzungen, dem grausamsten Schmerz, den ich je erfahren habe.
Ich hasse sie nicht mehr. Nein. Ich liebe sie. Ich liebe sie für die Zeit, die sie mir gab, bevor sie mich verletzte.

gewidmet: Marie

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