Nestbau
"Das ist uns`re Zeit, die uns niemand nimmt, auf dem Papier gerad`Erwachsen, in der Seele noch Kind." - Jasper(Unser Sommer)
Ich stecke gerade in der Zeitspanne zwischen Kind- und Erwachsensein fest.
Auf dem Papier bin ich nun schon seit 2 Jahren Erwachsen, ich darf Rauchen, Trinken und Auto fahren. Ist das nun Erwachsen sein?
Nunja, der Hauptpunkt des Erwachsenseins ist die Verantwortung. Man fängt an die Verantwortung für sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. War man als Kind sicher und geborgen im Nest der Eltern aufgehoben, die einen mit Nahrungsmitteln, sauberen Klamotten und Liebe versorgten, muss man sich nun als Erwachsener selbst ein Nest bauen, sich selbst mit Nahrungsmitteln, sauberen Klamotten und Liebe versorgen, um dann die eigenen Nachbilder seiner Selbst mit eben diesen Dingen ausstatten zu können.
Doch der Sprung aus dem alten ins neue Nest ist gar nicht mal so einfach. Es war schön, sich um nichts sorgen zu müssen und sich einfach unter die Flügel seiner Erschaffer verkriechen zu können, wenn irgendetwas schief lief. Und auf einmal soll man selbst, gerade noch die schützende Wärme des Nests genossen, selbst ein solcher Nesterschaffer werden? Selbst den Part des großen starken Beschützers, der alles auf die Reihe kriegt und regelt, übernehmen?
Mir gefällt der Part des kleinen Vogels besser. Ich möchte mir keine Sorgen machen müssen, wie ich das Nest bezahle oder womit ich die Kleinen morgen füttern soll.
So ein Nest muss ja auch erstmal gebaut werden. - und das dauert.
Ich steh gerade noch ganz am Anfang des Nestbaus. Mein jetziges Nest würde ich nicht als Nest bezeichnen, eher als provisorisches Astgefüge, noch ausbaufähig. Ich fühl mich noch zu klein um ein stabiles Nest bauen zu können, dazu fehlt mir noch die Kraft und der Wille, doch aus meinem alten Nest bin ich schon davongeflogen. Auch wenn ich im Inneren noch ein kleiner Vogel bin, muss ich mich jetzt damit anfreunden, dass ich immer größer werd und anfangen muss an meinem eigenen Nest zu bauen und es zu vergrößern und verschönern. - das weiß ich. Das ist so, wenn man größer wird und Rauchen, Trinken und Auto fahren darf.
Und in der Zeit, in der mein Nest noch nicht stabil und schön ist, weiß ich, dass ich ab und zu auch immer nochmal in mein gewohntes Nest unter die Flügel meiner Erschaffer zurückfliegen und mich ausruhen darf, um Kraft dafür zu schöpfen bald ein eigener Erschaffer zu werden.
Ich frag mich, ob man sich wirklich jemals groß genug fühlt um sein eigenes Nest zu bauen?
Ich stecke gerade in der Zeitspanne zwischen Kind- und Erwachsensein fest.
Auf dem Papier bin ich nun schon seit 2 Jahren Erwachsen, ich darf Rauchen, Trinken und Auto fahren. Ist das nun Erwachsen sein?
Nunja, der Hauptpunkt des Erwachsenseins ist die Verantwortung. Man fängt an die Verantwortung für sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. War man als Kind sicher und geborgen im Nest der Eltern aufgehoben, die einen mit Nahrungsmitteln, sauberen Klamotten und Liebe versorgten, muss man sich nun als Erwachsener selbst ein Nest bauen, sich selbst mit Nahrungsmitteln, sauberen Klamotten und Liebe versorgen, um dann die eigenen Nachbilder seiner Selbst mit eben diesen Dingen ausstatten zu können.
Doch der Sprung aus dem alten ins neue Nest ist gar nicht mal so einfach. Es war schön, sich um nichts sorgen zu müssen und sich einfach unter die Flügel seiner Erschaffer verkriechen zu können, wenn irgendetwas schief lief. Und auf einmal soll man selbst, gerade noch die schützende Wärme des Nests genossen, selbst ein solcher Nesterschaffer werden? Selbst den Part des großen starken Beschützers, der alles auf die Reihe kriegt und regelt, übernehmen?
Mir gefällt der Part des kleinen Vogels besser. Ich möchte mir keine Sorgen machen müssen, wie ich das Nest bezahle oder womit ich die Kleinen morgen füttern soll.
So ein Nest muss ja auch erstmal gebaut werden. - und das dauert.
Ich steh gerade noch ganz am Anfang des Nestbaus. Mein jetziges Nest würde ich nicht als Nest bezeichnen, eher als provisorisches Astgefüge, noch ausbaufähig. Ich fühl mich noch zu klein um ein stabiles Nest bauen zu können, dazu fehlt mir noch die Kraft und der Wille, doch aus meinem alten Nest bin ich schon davongeflogen. Auch wenn ich im Inneren noch ein kleiner Vogel bin, muss ich mich jetzt damit anfreunden, dass ich immer größer werd und anfangen muss an meinem eigenen Nest zu bauen und es zu vergrößern und verschönern. - das weiß ich. Das ist so, wenn man größer wird und Rauchen, Trinken und Auto fahren darf.
Und in der Zeit, in der mein Nest noch nicht stabil und schön ist, weiß ich, dass ich ab und zu auch immer nochmal in mein gewohntes Nest unter die Flügel meiner Erschaffer zurückfliegen und mich ausruhen darf, um Kraft dafür zu schöpfen bald ein eigener Erschaffer zu werden.
Ich frag mich, ob man sich wirklich jemals groß genug fühlt um sein eigenes Nest zu bauen?
caro959 - 23. Apr, 13:55