Dienstag, 21. Juli 2009

Ein Einblick

Sie steht vor mir,
unsicher schaut sie zu Boden,
die Finger nervös ineinander verhakt.
Ihr Gesicht bleich und aufgequollen.
Sie verlässt ihre Wohnung nicht mehr,
ist immer allein.
Ihr Zuhause gibt ihr Sicherheit,
die einzige Sicherheit.
Sie hat Angst vor Anderen,
Angst vor Bindungen,
Angst vor Nähe,
Nähe, die sie nie erfahren hat.
Sie hat verlernt zu leben,
verlernt zu genießen,
verlernt sich zu freuen.
Zu viele Risse auf ihrer Seele,
zu oft wurde sie verletzt.
Verletzt von den Menschen, die ihr wichtig waren.
Sie fühlte sich nie angenommen,
war immer ein lästiger Fremdkörper.
Nur weil sie anders war,
weil sie nicht so war wie man sie haben wollte.
Sie steht vor mir,
unsicher, ängstlich und klein.
Sie, die mir immer so unendlich stark erschien.

gewidmet: L. I.

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